Der tödliche Anschlag auf United Healthcare-CEO Brian Thompson und die Folgen

Im Unterschied zu den USA, wo börsennotierte Gesellschaften seit dem Attentat auf Brian Thompson in Sachen Executive Protection teilweise unter einem deutlichen Adaptierungsdruck stehen, reagieren schweizerische und deutsche Unternehmen tendenziell abwartend.

Die NZZ, als Leitmedium der Schweiz und des deutschsprachigen Raums, hat Oliver Graf zu diesem Thema befragt:

„Nach CEO-Mord in New York: So steht es um die Sicherheit bei deutschen und Schweizer Firmen“

 

 

Publikation zum Thema Vorstandssicherheit im Audit Committee Quarterly, Heft IV/2024

Politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Verwerfungen wie auch rechtliche Obliegenheiten verlangen einen strategischen Umgang mit Bedrohungen und ein effektives Risikomanagement. Beides wird zur harten Währung von Unternehmen – auch wenn es um die Organisation persönlicher Sicherheit für Mitglieder ihrer Kontroll- und Exekutivorgane geht.

Lesen Sie den Gastbeitrag von Oliver Graf für das Audit Commitee Quarterly, einem Spezialmagazin für Aufsichtsräte und Vorstände (S. 14-16):

„Qua Position im Zielspektrum – Personenschutz für gefährdete Führungskräfte“

 

 

Fazit zur Fußball Europameisterschaft 2024 aus der Sicherheitsmanagement-Perspektive

Am 26. und 27. November 2024 fand der 10. Bayerische Sicherheitstag im „Paulaner am Nockerberg“ in München statt. Ein Format der Verbände BVSW und BDSW, das eine Plattform für den Austausch und die Vernetzung innerhalb der Sicherheitsbranche bietet und aktuelle sicherheitspolitische Themen beleuchtet:

10. Bayerischer Sicherheitstag: Trends und Herausforderungen

 

 

Proteus.one Interview für die WirtschaftsWoche

Die Anschlagspläne russischer Nachrichtendienste dokumentieren eine signifikante Erhöhung der Bedrohungslage für Manager der Rüstungsindustrie.

Zu welchen Mitteln greift Moskau noch und befinden sich möglicherweise auch Schlüsselpersonen aus anderen Industriezweigen im Zielspektrum der Agenten?

Jedenfalls sind Unternehmen und Sicherheitsbehörden aufgerufen, sich angesichts der veränderten Risikolandschaft neu aufzustellen.

Die WirtschaftsWoche hat Proteus-CEO Oliver Graf gemeinsam mit anderen Experten zu diesem Thema befragt.

Der Artikel „Und plötzlich im Visier“ ist im Heft Nr. 30 vom 19.07.24 auf den Seiten 56-58 unter der Rubrik „Unternehmen und Technologie – Sicherheit“ erschienen.

Und plötzlich im Visier

 

 

Oliver Graf in den VDI-Nachrichten

Der Artikel „So sichern Personenschützer Top-Manager und Politiker“ in den VDI-Nachrichten vom 17.07.2024 fokussiert auf medienträchtige Attentate und leitet eine zunehmende Gefährdung für Politiker und Wirtschaftsvertreter ab.

Proteus.one-Geschäftsführer Oliver Graf wird in Bezug auf die Frage nach geeigneten Sicherheitsvorkehrungen teilweise direkt zitiert: „Es braucht ein ausgeklügeltes System präventiver und korrektiver Maßnahmen, um effektiven und weitreichenden Schutz sicherzustellen“.

So sichern Personenschützer Top-Manager und Politiker

 

 

Gastvortrag von Oliver Graf beim 10. Treffen des Arbeitskreises der Deutschen Unternehmenssicherheit (AKDU)

Wir freuen uns, anlässlich des 10. Arbeitskreistreffens des AKDU am 10. Oktober 2024 einen Gastvortrag halten und uns mit seinen Mitgliedern zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Unternehmenssicherheit austauschen zu dürfen.

Keynote Speaker wird Prof. Dr. Udo Helmbrecht sein, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Direktor der EU-IT-Sicherheits-Agentur European Network and Information Security Agency (ENISA).

Arbeitskreis der Deutschen Unternehmenssicherheit (AKDU)

 

 

Vortrag von Oliver Graf zum Thema „Personenschutz – eine Profession im Spannungsfeld zwischen Image und Realität“

Zunehmende gesellschaftliche, politische wie auch wirtschaftliche Verwerfungen und kriminelle Entwicklungen erzwingen einen differenzierten Blick auf entsprechende Risiken der Gegenwart.

Auch persönliche Sicherheit muss in diesem Lichte aus mehreren Richtungen neu gedacht werden. Gemeinsam mit unserem Partner SÜDVERS als leistungsstarkem Versicherungsmakler und Risikomanager haben wir einen Beratungsansatz kreiert, der alle Facetten abdeckt und höchsten Ansprüchen gerecht wird. Wir freuen uns deshalb besonders, zu dem Laser Focus Event in diesem Jahr mit einem Vortrag beitragen zu dürfen.

Veranstaltungsprogramm

 

 

Fachartikel von Oliver Graf: SECURITY INSIGHT SicherheitsPraxis 4/23

Film und Fernsehen haben ein sehr eindimensionales Verständnis von Personenschutz vermittelt. Erschwerend kommt hinzu, dass es Wirtschaftsverbände, Politik und zuständige Behörden immer noch nicht geschafft haben, ein anerkanntes Berufsbild durchzusetzen. Beides hat der Branche nicht gut getan. Fehlende nationale Ausbildungs- und Prüfungsstandards ermöglichen Dilettanten den Zugang zu einem Markt, der von maximaler Verunsicherung und Informationsasymmetrien geprägt ist. Eine „Adverse Selection“ ist vorprogrammiert: Der Kunde weiß schlicht nicht, welche Dienstleistung er erwarten und wie er die Qualität des Anbieters profund einschätzen kann. Am Ende entscheidet er sich für den billigen Personal Security Provider. Ein unhaltbarer Zustand in einem Segment, in dem es um den Schutz von Leib, Leben und Gesundheit geht.

Wie sollte moderner Personenschutz also verstanden und de lege artis konzipiert und durchgeführt werden?

Lesen Sie hier einen Beitrag von Proteus.one-Geschäftsführer Oliver Graf in SECURITY INSIGHT SicherheitsPraxis 4/23

 

 

Schutzmaßnahmen für Spieler, Mannschaften, Trainer und Funktionäre einer international agierenden Sportliga

Ausgangslage:

Eine amerikanische Sportliga plant für 2022 erstmals ein sportliches Großereignis in Deutschland.

Bewachungsdienstleistungen für die Absicherung von Spielern, Trainern, Mannschaften, Schiedsrichtern, Funktionären, Medienvertretern und Events werden beschränkt mit Teilnahmewettbewerb ausgeschrieben. Proteus.one war bereits empfohlen und in Bezug auf alle Vergabeanforderungen präqualifiziert. Nach Abgabe und Prüfung der Offerte erfolgte der Zuschlag und die Mandatierung als General Security Service Provider.

Nach dem Kartenvorverkauf war von einem immensen öffentlichen Interesse und hohen Besucherzahlen auszugehen.

Herausforderungen:

Zwischen Vergabeentscheidung und Spieltag verbleiben nur 14 Wochen für die komplexe Planung und Projektierung. Der fachliche Austausch zwischen allen relevanten Sicheheitsakteuren musste teilweise über zwei Zeitzonen hinweg erfolgen. Persönliche Treffen waren im Abstand von vier Wochen vorgesehen. Nachdem zahlreiche Polizei- und Ordnungsbehörden, die Feuerwehr sowie Flughafenbetreiber und Verkehrsbetriebe von Anfang an stark in die Sicherheitsplanung involviert waren, bestanden hohe Abstimmungserfordernisse.

Der enorme Bedarf an speziell qualifizierten Sicherheitsmitarbeitern stellte besondere Anforderungen die Personal-, Ausfall- und Unterbringungsplanung.

Umsetzung:

Proteus-intern wurde eine Matrix-Projektorganisation aufgesetzt. Das Rollenkonzept sah übergeordnete Verantwortlichkeiten für die Abschnitte Projektleitung, Mannschaftssicherheit, Sicherheit für andere Akteure, Veranstaltungssicherheit, Schnittstellenorganisation sowie Administration & Organisation vor.

Das Recruiting der Sicherheitsmitarbeiter musste überregional erfolgen. Auf der Grundlage spezifischer Anforderungen des Auftraggebers wurden Due-Diligence-Überprüfungen aller Vendoren durchgeführt.

Besonderes Augenmerk lag auf der Sicherheitsplanung von Bewegungen der Mannschaften am Flughafen, ihrer Unterbringung in den Hotels sowie der Trainingsaktivitäten und Bustransfers durch das Münchner Stadtgebiet. Für einen regelmäßigen Austausch mit Sicherheitsrepräsentanten des Auftraggebers und der teilnehmenden Teams waren virtuelle Jour Fixes vorgesehen.

Die vielschichtige Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden war in allen relevanten Projektphasen ein Musterbeispiel für ein sehr gelungenes, informelles „Public-Private-Security-Partnership“.

Entwicklung und Implementierung einer Family-Security-Konzeption

Ausgangslage:

Ein tradiertes Zulieferunternehmen wird an einen internationalen Konzern verkauft. Der vorausgehende M&A-Prozess war Gegenstand journalistischer Berichterstattung. Aus der Post-Merger-Integration sind keine nennenswerten Bedrohungsrisiken für Führungskräfte oder Inhaber der Gesellschaft erwachsen. Das neue Domizil der Eigentümerfamilie liegt in einer ausländischen Hauptstadt. Es bestehen ausgeprägte Personenschutz-Erfahrungen. Ein Raum-, Strecken- und Objektaufklärungskonzept war seit vielen Jahren am Wohnsitz des Familienoberhauptes und seiner Ehefrau in Deutschland eingerichtet. Angesichts überdurchschnittlicher Medienbekanntheit und als zunehmend wahrgenommener wirtschaftlicher und sozialer Verwerfungen, besteht aus Sicht der Klienten weiterhin erhöhter Sicherheitsbedarf. Proteus.one wird gebeten, ein tragfähiges Family Security Konzept zu entwickeln und gemeinsam mit einem Länderpartner auszurollen.

Herausforderungen:

In Anbetracht besonderer rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen im Zielland, ist es für den Einsatz eigener Sicherheitsmitarbeiter und Einsatzmittel erforderlich, zahlreiche Genehmigungen einzuholen. Eine Ramp-up-Phase von 8 Wochen muss kalkuliert werden. Angesichts hoher Flexibilitätsanforderungen wird eine Auftragskooperation mit einem ausländischen Netzwerkpartner angelegt. Trotz langjähriger und stabiler Auftragsbeziehung wird in der Service-Customization gesteigerter Wert auf besondere Kundenerwartungen und Präferenzen gelegt.

Methodik und Ergebnisse:

Mit Nebenfokus auf die Symbol- und Öffentlichkeitswirkung der Unternehmensmarke sowie länderspezifische Risiken wird eine familienbezogene Gefährdungsanalyse durchgeführt. Einen theoretischen Bezugsrahmen bilden anerkannte Standards im Risikomanagement. Im Verlauf der Untersuchung erfolgt auch eine Bestandsaufnahme und Schwachstellenanalyse baulich-technischer Sicherheitseinrichtungen in relevanten Wohnobjekten. Im Ergebnis wird ein erhöhtes Threat-Level ermittelt. Als besonders beachtenswert erscheinen Risken, die sich aus der sogenannten unpersonifizierten Kriminalität in den Deliktsfeldern Einbruch und Raub ergeben, weil die regionalen Häufigkeitszahlen hoch signifikant sind und kriminologische Studien dokumentieren, dass es bei Wohnungseinbrüchen relativ häufig zu Täter-Opfer-Konfrontationen mit kritischer Verlaufsdynamik kommt. Bei guter medialer „Sichtbarkeit“ von Struktur und Vermögen der Inhaberfamilie ist außerdem von einer überdurchschnittlichen abstrakten Gefährdung einzelner Personen – vor allem der Enkelkinder – im Kontext Entführung & Erpressung auszugehen.

Unter Best-Practice-Perspektive wird ein Basiskonzept Personenschutz abgeleitet, implementiert und personell besetzt.

Tragende Säulen bilden:

  • Eine anlassbezogene, abgesetzte Sicherheitsbegleitung.
  • Ständige Aufklärungsmaßnahmen im Wohn-, Freizeit- und Arbeits- bzw. Kindergartenumfeld einzelner Familienmitglieder.
  • Mobile Notfallmelder (Smartphone App mit Flic Button).
  • Eine 24/7-Alarm- und Interventionsbereitschaft mit Vorhaltung notfallmedizinischer Ausrüstung.
  • Mechanische und elektronische Schutzvorkehrungen.
  • Sensibilisierungsgespräche und Risk-Awareness-Trainings.
  • Ein Basiskrisenplan für Ausnahmesituationen.